Holzkreuz am Gipfel des Rastkogels in Tux, mit Eisenketten verankert, darunter Wolkenmeer, im Hintergrund die Zillertaler Alpen.
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Sommer
6. August 2026

Die 4 schönsten Aussichtsgipfel in Tux

Vier Gipfel rund um Tux, jeder mit seiner eigenen Schokoladenseite. Auf einem davon ist Fotografieren streng verboten. Aber schön der Reihe nach.

 

Du fotografierst für dein Leben gern, bei einem Bergpanorama geht dir das Herz auf und du bist auf der Suche nach einem „Basislager“ für deine Auszeit in Tirol? Du Glückspilz, hier bist du genau richtig! Wir sind die Familie Erler, Gastgeber in deinem neuen Lieblingshotel in Tux/Zillertal. Mehrmals pro Woche nehmen wir dich mit auf Wanderungen in die Tuxer Bergwelt und geben dir die besten Tipps für deine Traumtouren in den Zillertaler Alpen. Heute möchten wir dir vier Tuxer Fotoberge vorstellen. Jeder davon hat seine eigene Schokoladenseite und auf einem ist fotografieren eigentlich streng verboten. Doch immer schön der Reihe nach.

 

Penkenjoch: Großes Bergkino ohne Höhenmeter

Die Gondeltür öffnet sich. Du trittst ins Freie und möchtest niederknien. Die Zillertaler Natur legt dir hier ihre Schönheiten zu Füßen, ohne dass du einen einzigen Höhenmeter in den Beinen hast. Freu dich auf Almwiesen wie aus dem Katalog, das Zillertal in seiner ganzen Länge, und ganz hinten am Talschluss thront der Hintertuxer Gletscher. Für den Wow-Effekt stellst du dich an einen der beiden Paragleit-Startplätze und wartest. Alle paar Minuten nimmt jemand Anlauf und dann: Fliieeeeg!

Ausgangspunkt: Bergstation Finkenberger Almbahn, 2.095 m
Gehzeit: ca. 2 Stunden für den ganzen PanoramaRundWeg
Strecke: 4,4 km
Auf- und Abstieg: je 195 hm
Fotospot: wenige Minuten ab der Bergstation
Fotomotiv: Almwiesen, Zillertal, Gletscher am Talschluss, Paragleiter
Einkehr: mehrere Hütten und Bergrestaurants direkt am Penkenjoch

Noch mehr zum Wandern am Penkenjoch haben wir dir in diesem Artikel aufgeschrieben, schau doch nachher mal vorbei: Die Zillertaler Berge mit der Seilbahn erleben

 

Luftaufnahme der Bergstation Penkenjoch im Zillertal: Almwiesen, geschwungene Wege, Hütten, dahinter die Berge.
Zwei Kinder stehen am Ufer des Penkensees im Zillertal, dahinter eine Hütte, Blumenwiese im Vordergrund.

Tettensjoch: Sechzehn Almen auf einen Klick

Dieser Weg beginnt bei uns vor dem Hotel Eden. Du gehst in Juns los, hinüber nach Lanersbach und dann hinauf, zuerst durch den Wald, wo es auch im Hochsommer kühl bleibt und nach feuchtem Holz riecht. Dann wird der Wald licht, und mit jedem Schritt siehst du ein Stück ferner.

Auf 2.276 Metern hört das Steigen und Schnaufen auf und du solltest aufpassen, dass du nicht schwindelig wirst, vor lauter im Kreis drehen. Denn das wirst du tun wollen, schließlich belohnt dich das Tettensjoch mit einem 360-Grad-Panorama. Und jetzt kommt’s: Ganze sechzehn Almen kannst du von hier aus fotografieren. Wir haben nachgezählt!

Wenn du im Herbst kommst, dann geh in die Hocke. Dann blüht die Erika in Lila zwischen den Steinen, dicht am Boden, und dahinter leuchtet der stahlblaue Tuxer Himmel. Fotofilter? Die braucht hier niemand. Den Hashtag #nofilter aber schon. Auf dem Rückweg wartet die Höllensteinhütte auf einen Einkehrschwung. Den hast du dir verdient!

Ausgangs- und Endpunkt: Hotel Eden
Gehzeit: ca. 5 Stunden
Strecke: ca. 12,5 km
Auf- und Abstieg: 954 hm
Fotomotiv: 360-Grad-Panorama, im Herbst lila Erika
Einkehr: Höllensteinhütte am Rückweg

 

Holzkreuz am Gipfel des Tettensjochs in Tux/Zillertal, im Hintergrund grüne Bergrücken und felsige Gipfel.
Blick vom Aufstieg zum Tettensjoch über das Tal: bewaldete Hänge, dahinter gestaffelte Bergketten im Dunst.

Rastkogel: Sonnenaufgang auf 2.762 Metern

Der Wecker läutet erbarmungsloser, als dir lieb ist. Aber der frühe Vogel macht halt mal die schönsten Fotos. Du setzt die Stirnlampe auf, gehst am Parkplatz beim Geislerhof los, und für eine ganze Weile besteht die Welt aus drei Metern Weg vor deinen Schuhen und dem Geräusch deiner eigenen Schritte. Über der Geiselalm wird die Luft merklich kühler. An den Rastkogelseen liegt das Wasser schwarz und vollkommen still.

Oben auf 2.762 Metern steht dann das Gipfelkreuz, verankert mit massiven Eisenketten, weil der Wind hier oben so gerne nagt. Am Gipfelkreuz und an dir. Doch du hast ja diesen Blog gelesen und deshalb die warmen Handschuhe und eine Extraschicht Kleidung eingepackt. Jetzt heißt es warten.

Dann kommt es. Erst ein heller Streifen über dem Grat, dann Rot, dann etwas, wofür uns nach all den Jahren immer noch das Wort fehlt. Rundherum werden die sanften Grasberge einer nach dem anderen hell, als würde jemand sie der Reihe nach einschalten. An klaren Tagen reicht dein Blick von hier bis zur Zugspitze. Vergiss vor lauter Fotos nicht auf das wichtigste Bild: Du machst es mit deinen Augen, ganz bewusst. So bleibt es dir für immer im Herzen.

Dein Rückweg führt über die Halslspitze und das Geiseljoch, einen alten Übergang hinüber ins Inntal, und du gehst ihn mit dem festen Vorsatz, bald wieder so früh aufzustehen. Nur halt nicht morgen.

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz Geislerhof
Gehzeit: 6 bis 7 Stunden
Strecke: ca. 13,5 km
Auf- und Abstieg: ca. 1.150 hm
Fotomotiv: Gipfelkreuz mit Eisenketten, Sonnenaufgang, Fernsicht bis zur Zugspitze
Einkehr: Geiselhöfe am Heimweg

 

Gipfelkreuz am Rastkogel in Tux bei Sonnenaufgang, daneben Wanderer im Schnee, darunter ein Wolkenmeer.
Sonne knapp über dem Grat am Rastkogel in Tux, im Vordergrund Felsen und herbstrot gefärbte Zwergsträucher.

Geier: Am weitesten Blick der Tuxer Alpen wird scharf geschossen.

Das ist weder „Klickbait“ noch Schmäh: Diese Tour machst du am besten gemeinsam mit uns. Denn sie führt teilweise über militärisches Sperrgebiet. Zu bestimmten Zeiten ist Betreten strengstens verboten und Fotografieren sowieso. Denn: Ein Teil des Geier liegt am Truppenübungsplatz Lizum-Walchen.

An manchen Tagen übt hier das Bundesheer, mit allem, was dazugehört: schweres Gerät, Granaten, Sprengstoff. Der Übungsplatz zieht sich über 51 Quadratkilometer bis herüber ins hintere Tuxertal, und bis zu 40.000 Soldaten lernen hier im Jahr, wie man sich in diesem Gelände bewegt.

Deshalb gilt hier oben eine wichtige, sehr schlichte Regel: Wenn du alleine unterwegs bist, bleibst du auf dem markierten Weg. Immer. Aber es gibt ja noch uns Erlers und unsere gemeinsamen Wanderungen mit lieben Gästen, wie du eine:r werden könntest.
Wir kennen diese Gegend wie unsere Westentasche, jeden Stock und jeden Stein. Und auch die alten und in Vergessenheit geratenen Wege auf den Geier-Gipfel. Wenn du uns begleitest, zeigen wir dir vielleicht einen davon.

Der Geier ist der zweithöchste Gipfel der Tuxer Alpen, und von allen vier Tuxer Panorama-Bergen schaut dieser am weitesten. Und dann ist da noch der Junssee. Er liegt ein Stück unterhalb in einer Geröllmulde und ist den größten Teil des Jahres von Eis bedeckt. Im Hochsommer liegt er offen da. Und bleibt doch ein Mysterium: An windstillen Tagen steht das Wasser so ruhig, dass sich das Gestein ringsum darin verdoppelt, und je nach Sonnenstand leuchtet er türkisblau oder fast schwarz. Über diesen See könnten wir einen eigenen Artikel schreiben. Vielleicht tun wir das auch noch.

Ausgangs- und Endpunkt: Almkäserei Stoankasern
Gehzeit: ca. 5 Stunden
Strecke: ca. 10 km
Auf- und Abstieg: ca. 1.060 hm
Fotomotiv: der Geier am Gipfel, Junssee mit Spiegelung
Einkehr: Almkäserei Stoankasern am Start und am Ende
Gut zu wissen: Teile der Route liegen im Truppenübungsplatz Lizum-Walchen. Nur markierte Wege begehen, Schießzeiten beachten. Hier findest du alle Infos. 
 

Wenn du Lust auf Fußmarsch UND Fahrtwind hast machst du von Juns aus eine wunderbare Bike-&-Hike-Tour daraus: mit dem E-Bike hinauf zur Käserei, ab dort zu Fuß weiter.

 

Der Junssee unterhalb des Geiers in Tux, ein tiefblauer Bergsee in einer Geröllmulde, ringsum Grasrücken.
Gipfelschild am Geier in Tux mit Höhenangabe und Richtungspfeil, aufgestellt auf einem Steinhaufen im Geröll.

Vier Berge, eine gute Idee…

Konnten wir dich „glustig“ auf die Tuxer Fotoberge und auf dein neues Lieblingshotel im Zillertal machen? Bevor du noch falsch abbiegst, gehe lieber hier lang. Dieser Weg führt dich direkt zu uns und noch mehr sensationellen Fotohotspots, die wir nie und nimmer ins Internet schreiben würden, sondern nur den ganz netten Gästen verraten. Vielleicht bist du ja so eine:r?

 

 

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