Eden-Büchlein

Büchlein „Gspian“

Es gibt einen Ort, an dem die Seele aufatmen darf und der Puls der Bergnatur fühlbar wird. Einen Ort, geprägt von der Landschaft und ihren Menschen. Einen Ort, der für viele zum kleinen Paradies geworden ist. Das Büchlein „Gspian“ erzählt von diesem Ort: Unserem Hotel Eden in Tux.

In der ersten Ausgabe von „Gspian“ lesen Sie Geschichten, die uns am Herzen liegen. Gedanken, die uns wichtig sind. Wir möchten Sie einladen, unser Haus und die Welt ringsum mit allen Sinnen kennen zu lernen - „zu gspian“, wie man bei uns sagt.

Neugierig geworden? Bestellen Sie sich Ihr kostenloses Exemplar und freuen Sie sich auf Bewegendes, Berührendes, Inspirierendes und Interessantes aus dem Eden. Nur so lange der Vorrat reicht – unser Büchlein ist in einer exklusiven Auflage erschienen.

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Weitergehen 

Das Zeiteisen hängt auf halb drei, meine Augenlider auf halbmast. Zu sehen gäbe es ohnehin noch nichts. Zappenduster ist es hier oben. Mich fröstelt. Vielleicht ist es der frische Nachtwind, der mir unter die Haut kriecht. Oder meine Hasenherzigkeit. Noch nie habe ich nächtlings einen Berg bestiegen. Nervöses Murmeln reihum. Hier blitzt ein Handydisplay auf, dort fiept eine Digitaluhr. Alexander mahnt zur Ruhe und bittet uns, der Dunkelheit eine Chance zu geben. 

Wir wandern los. Stolpern, straucheln und taumeln über die steile Schotterstraße. Und die eigene Unsicherheit. Es dauert eine Weile, bis sich Hirn und Herz an das Dunkel gewöhnen. Bis das Urvertrauen zurückkehrt. Alexanders stille Präsenz beruhigt. Er kennt den Weg wie seine Westentasche. Wir können uns ganz aufs Gehen konzentrieren. Die Schritte werden rhythmischer, die Atemzüge tiefer. Jeder ist ganz bei sich und seinen Gedanken. Tausend Dinge schießen durch meine Synapsen. Die Steuererklärung. Dieses Telefonat von vor zwei Wochen. Das linke Knie, das sich schon wieder stechend zu Wort meldet. Es ist anstrengend. Aber mit jedem einzelnen Schritt wird mein Gedankenrucksack ein klein wenig leichter. 

Nach zwei Stunden machen wir kurz halt. Es ist heller geworden. Silhouetten zeichnen sich ab. Unter uns das Zillertal. Da und dort brennt jetzt Licht. Milchkühe sind Frühaufsteher und mit ihnen ihre Bauern, erklärt Alexander. Der auffrischende Wind treibt uns weiter. Wenn wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Gipfel sein wollen, müssen wir uns sputen. Nur der Weg vor uns zählt jetzt noch, muntert Alexander die Müden und Maulenden unter uns auf. Was für ein Satz. Denn es gibt nichts, was wir jetzt machen könnten. Außer weiter. Gehen. Schritt für Schritt. Und dann sitze ich hier. Am Gipfel des Eiskarspitz. Erschöpft, stolz und ein klein wenig freier als vorher. Ein Tränentropfen bahnt sich seinen Weg über meine Wange südwärts Richtung Herz. Dann durchbricht die Sonne die Wolken. Die Welt wird golden. 180 Sekunden strahlendes Glück.